Berater: digital oder analog?

Als IT-Berater schaue ich selbstverständlich auf die rasende Entwicklung digitaler Techniken. Im Hinterkopf immer die Frage, nutzen oder schaden mir die bereits verfügbaren Möglichkeiten? Welchen Einfluss haben sie auf mein Dienstleistungsangebot?

Ich will mir heute drei Plattformen herausgreifen und darüber nachdenken, ob ich mich dazu eingehender informieren sollte. Wenn ja, wie ich eventuellen Auswirkungen auf mein Geschäft begegnen kann. Dazu gehört die Überlegung, welche Anpassungen ich eventuell vornehmen muss.

In jedem Fall halte ich es für notwendig, mir einen umfassenden Eindruck zu verschaffen. Eine oberflächliche Meinung dazu wird mir nicht weiterhelfen. Eine Meinung zu haben ist in Ordnung. Nur werden Meinungen selten der Wirklichkeit gerecht.

Von der ersten Plattform bin ich als externer Berater nicht betroffen. Glaube ich zumindest. Dabei geht es um Mitarbeiterbefragungen. Eine Plattform bietet die Möglichkeit, Unternehmen darüber aufzuklären, an welchen Stellen sich die Mitarbeiter Verbesserungen wünschen.

Das läuft über automatisierte Mitarbeiterbefragungen. Solche Befragungen wurden und werden von Unternehmensberatungen durchgeführt. Die Plattform macht es überflüssig, teure Beraterfirmen zu beauftragen. Mir missfällt dabei, dass ich auf vorgefertigte E-Mails antworten muss. Wenn dann die Antworten nurmehr nach vorformulierten Vorgaben wählbar wären, verginge mir die Motivation, an der Umfrage teilzunehmen.

Eine zweite Plattform könnte Vorteile für mich bringen. Noch habe ich mir sie nicht genau angesehen. Hier geht es um Konkurrenz für Headhunter und eventuell Personal-Recruiter. Viele IT-Selbständige sehen sie als unnötige Parasiten. Da ich weiß, welche Funktion sie für große, international aufgestellte Unternehmen erfüllen, sehe ich es anders.

Bei dieser Neuerung wird der Bewerbungsprozess umgedreht. Unternehmen bewerben sich bei IT-Fachkräften. Ein wenig erinnert mich das an die Datenbanken, in denen sich IT-Freelancer eintragen und dann von Unternehmen gefunden werden. Die haben mir uns unterschiedlichen Gründen bisher nicht behagt.

Ich werde mir Honeypot genauer ansehen und darüber berichten. Bei dem Berliner Startup sehe ich momentan zwei relevante Menüpunkte: „Für Entwickler“ und „Für Arbeitgeber“. Das weist klar auf die Zielgruppen hin. Für mich gibt es dort also noch nichts. Das wird mit Sicherheit kommen. Entweder testen das andere Portale aus, oder Honeypot erweitert sein Angebot.

Das dritte Portal ist richtig interessant für Selbständige in der IT. Um der sogenannten „Arbeitnehmerähnlichen Selbständigkeit“ vorzubeugen, haben viele eine(n) Angestellte(n). Dafür muss ein Lohn gezahlt werden, der deutlich über 450 Euro liegt. Somit fällt Lohnbuchhaltung an. Die ist kompliziert und daher oft teuer.

Hier bietet Payfit Hilfe an. Unter der Überschrift „Digitale Lohnabrechnung für KMUs und Startups“ offeriert das Unternehmen seine Dienstleistungen im Bereich der Lohnabrechnung. Es scheint mir für die IT-Freelancer, die einen Angestellten beschäftigen, ein gute Alternative zu sein.

Bild verlinkt von https://www.it-zoom.de/

Die Hinweise auf die Portale habe ich dem Artikel „Teure Berater oder digitale Alternativen?“ entnommen. Ich habe ihn in der Zeitschrift IT Mittelstand gefunden.

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