Meine 6. Woche 2020 im Rückblick

Eine turbulente Woche liegt hinter mir. Es ist nun absolut sicher, dass mein derzeitiger Projektvertrag nicht verlängert wird. Das Budget für das laufende Projekt ist bis zur Klärung einiger Rahmenbedingungen eingefroren.

Sollte ein neues Budget für das Projekt bereitgestellt werden, könnte es auch für mich weitergehen. Doch die Ampeln bleiben bis auf weiteres auf Gelb geschaltet. Kein letztendlicher Stop aber auch keine Freigabe in absehbarer Zeit.

Ich habe das Projekt gemocht. Vor allem das Team gehört zu den angenehmsten, die ich im Laufe meiner Selbständigkeit unterstützen durfte. Alle „Kollegen“ sind sehr verbindlich und kooperativ. Ich werde sie vermissen.

Leider kann ich weder darauf vertrauen, dass dieses Projekt weitergeht, noch kann ich so lange warten, bis eine Entscheidung gefällt ist. Erfahrungsgemäß kann so etwas lange dauern. Die Zukunft liegt in einem undurchsichtigen Nebel. Keiner weiß, was wirklich kommen wird.

Und so werde ich den Mühlenkreis in Ostwestfalen wieder verlassen. Es war die 10. Station, seit ich mich vor einundzwanzigeinhalb Jahren selbständig gemacht habe. Das ergibt im Schnitt eine etwa zweijährige Verweildauer pro Projekt/Kunde.

Ich bin nun wieder auf der Suche nach einem neuen Auftrag. Meine Profile auf Deutsch und Englisch habe ich aktualisiert. Sie können Sie bei Bedarf von dieser Seite herunterladen:

Profil-Download – PDF-Format

Umzug in Etappen

Wenn mein Einsatz für einen Kunden sehr lange dauert, wie in diesem Fall, suche ich mir eine möblierte Wohnung auf Zeit. Das ist mir lieber, als im Hotel zu übernachten. In Ostwestfalen war es nicht einfach, eine solche „Dienstwohnung“ zu finden.

Ich hatte eine kleine Wohnung in Lübbecke gefunden. Erstaunlich, was ich im Laufe einiger Monate in einer Wohnung anhäufen kann. Das passiert mir jedes Mal. Wenn ich denke, es fehlt etwas, wird es von zuhause mitgenommen.

Der Aufwand, einen Transporter für den Umzug zu leihen, scheint mir zu hoch für das Wenige, das nun zu transportieren ist. Auf der anderen Seite ist es zu viel für meinen Wagen.

Ich bin nun also dabei, jede Woche einen Teil meiner Habe in mein Auto zu packen und zurückzutransportieren. Ende Februar werde ich die Wohnung von meinen Sachen befreit und zurückgegeben haben.

Verhandlungsstand

Auch wenn ich es erst heute richtig öffentlich mache, dass ich mir wieder einen Auftrag suche, stehe ich bereits in Verhandlungen um Projektaufträge. Ich habe bereits auf Ausschreibungen geantwortet. Allerdings finde ich es dieses Mal teilweise sehr ernüchternd, wie Recruiting-Firmen mit solchen Ausschreibungen und vor allem der Kommunikation dazu umgehen.

Darüber werde ich zu gegebener Zeit – nach abgeschlossener Akquisephase – berichten. Es geht mir keineswegs darum, auf irgendjemanden mit dem Finger zu zeigen. Ich will nur dokumentieren, wie momentan auf dem Markt miteinander umgegangen wird. Selbstverständlich weiß ich, dass ich meine Erfahrungen nicht verallgemeinern kann.

Ich wünsche mir eine klarere Kommunikation von so manchem Mitarbeiter einer Vermittlerfirma. Momentan könnten da große Missverständnisse aufkommen, die dazu führen, sich gegenseitig wenig wertzuschätzen. Mir ist es daher wichtig, auf Augenhöhe zu kommunizieren, und wenn möglich Unstimmigkeiten zu vermeiden.

Was mich nachdenklich stimmt

Nachdenklich ist sehr milde ausgedrückt. Ich war erschrocken, als ich hörte, dass ein mit Unterstützung von rechts außen gewählter Ministerpräsident seine Wahl angenommen hat. Und das in einem Bundesland, in dem der oberste Rechtsaußen sich nicht nur manchmal als den zukünftigen großen Mann sieht.

Ich verzichte hier auf Namen, weil mir der Personenkult widerstrebt, den die Presse inzwischen immer deutlicher betreibt. Die Zeit der Helden ist in meinen Augen vorbei. Kein einziger Mensch kann alleine etwas bewegen. Daher sind in meinen Augen auch solche Aussagen lästig wie etwa: „Ein Parteivorsitzender muss seine Partei im Griff habe.“ Parteivorsitzende sind keine Diktatoren.

Zurück zum Spielchen, das den Parteien der undefinierbaren „bürgerlichen Mitte“ gerade misslungen ist. Wer gedacht hat, die Politikerverdrossenheit könne nicht mehr gesteigert werden, bekommt eine Lehrstunde darüber, wie es doch noch geht.

Was die Eliten der Politik hier betreiben, ist mehr als fragwürdig. Ich zumindest frage mich, ob denen die Demokratie weniger wert ist, als ihre Möglichkeit an der Macht teilzuhaben. Solche Aktivitäten werden das Land spalten. Den Schaden wird die Bevölkerung ausbaden. Ich hoffe, ich irre mich mit meinen Schlussfolgerungen.

Hinweise auf lesenswerte Artikel

Ich wollte endlich anfangen, Artikel zu empfehlen, die für IT-Freelancer interessant sein könnten. Dazu müsste ich mir noch eine Struktur überlegen und im Blog einrichten, in der ich solche Artikelhinweise ablegen kann.

Diese Hinweise werden kommen. Momentan finden sich lesenswerte Artikel nur auf meinem Twitter-Account HeinerTenz. Meine Facebook-Seite will ich ebenfalls mit Hinweisen bestücken. Dazu sollen auch XING und LinkedIn kommen.

Ich hatte vor vielen Jahren eine XING-Gruppe ins Leben gerufen. Seit einigen Jahren habe ich sie nicht mehr aktiv betreut. Nun überlege ich, sie wieder zu reaktivieren. Sicher bin ich noch nicht. Denn ich habe mich zur Übernahme eines Amtes durchgerungen, bei dem ich noch nicht weiß, wie stark es meine Aufmerksamkeit erfordern wird.

Stop mit dem Drumherumreden. Ich bin noch nicht in der Lage, eine Übersicht von interessanten Artikeln zu erstellen. Das wird noch etwas warten müssen. Ich nehme mir aber vor, in regelmäßigen Abständen Artikel vorzustellen, die in der einen oder anderen Weise für IT-Freiberufler interessant sein könnten.

Es ist ein Angebot, aus dem sich jeder heraussuchen kann, was sie oder ihn am meisten interessiert. Einfach lesen, was gefällt und mir sagen, ob ich das Richtige gefunden habe oder worauf ich in Zukunft achten soll.

Bis demnächst.

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